Schlagwort-Archiv: Universität

Online-Plattform Organisationspädagogik: Forum-OrgPaed

Hier der Hinweis auf eine neue Online-Plattform für Wissenschaftler*innen in der Promotions- und PostDoc-Phase im Bereich Organisationspädagogik:

Forum-OrgPaed.net ist eine Online-Plattform für Wissenschaftler*innen, die sich mit organisationspädagogischen und verwandten Themen beschäftigen und den Peer-to-Peer Austausch suchen. Die Plattform richtet sich dabei explizit an Personen, die sich aktuell in der Promotions- oder PostDoc-Phase befinden. Forum-orgpaed.net bietet für seine Mitglieder einen geschützten Rahmen und Raum bieten, um über wissenschaftliche Fragestellungen und Belange ins Gespräch zu kommen. Interessierte können sich auf der Seite registrieren und so Teil des Netzwerks werden.

Zur Plattform: https://www.forum-orgpaed.net/

New issue of ephemera: theory & politics in organization – The labour of academia

http://ephemerajournal.org/issue/labour-academia

Issue editors: Nick Butler, Helen Delaney and Martyna Śliwa

The purpose of the contemporary university is being radically transformed by the encroachment of corporate imperatives into higher education. This has inevitable consequences for managerial interventions, funding structures, and teaching and research audits. It also impacts on the working conditions of academic staff in university institutions in terms of teaching, research, administration and public engagement. Starting from this basis, the special issue seeks to explore questions about how the work of scholars is being shaped, managed and controlled under the regime of ‘academic capitalism’ and, in turn, to ask what might be done about it.

Contributors: Sarah Robinson, Olivier Ratle, Alexandra Bristow, Callum McGregor, Jeremy Knox, Paul Stewart, Miguel Martínez Lucio, Finnborg Salome Steinþórsdóttir, Thamar Melanie Heijstra, Þorgerður Einarsdóttir, Craig Brandist, Sverre Spoelstra, Damian Ruth, Ozan Nadir Alakavuklar, Lenora Hanson, Elsa Noterman, Stephen Turner, Anna Boswell, Niki Harré, Sean Sturm, Kirsten Locke, Dominic da Souza Correa, Tim-adical Writing Collective, Francesca Coin, John Mingers, Ajnesh Prasad and Paulina Segarra.

Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW)

Im Oktober 2016 wurde die Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) (Association for SocioEconomic Education and Research) gegründet. Ziel ist die Förderung einer pluralistischen und interdisziplinären Ausrichtung der Lehre und Forschung in den Wirtschaftswissenschaften. Aus der Gründungserklärung des Vereins:

„Der Ruf nach interdisziplinärem Denken und Forschen steht auf der öffentlichen Agenda seit einigen Jahren weit oben. Die Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) trägt den Forderungen nach einer Erneuerung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung und Lehre Rechnung. Ihrem Selbstverständnis nach stellt sich sozioökonomische Bildung und Wissenschaft weniger als eine Natur-, son­dern vielmehr als eine multiparadigmatische Sozialwissenschaft dar. Sie verpflichtet sich den Prinzipien der Interdisziplinarität, Pluralität und Kontroversität ebenso wie der permanenten ethischen Reflexion. Dies betrifft die Lehre an den Hochschulen ebenso wie den Unterricht an Schulen, verbreitet sich die Forderung nach (mehr) Pluralismus doch vielmehr institutionenübergreifend.“

Zur Tätigkeit des Vereins zählen auch jährliche Fachtagungen. Die 2. Jahrestagung der GSÖBW zum Thema „Historizität und Sozialität in der sozioökonomischen Bildung“ findet vom 27.2-1.3.2018 in Tutzing statt.

Zur Homepage: https://soziooekonomie-bildung.eu/

Als Einstieg in das Feld der Sozioökonomie empfiehlt sich zudem:

Hedtke, Reinhold (Hrsg.) (2015): Was ist und wozu Sozioökonomie? Wiesbaden: Springer VS.

http://www.springer.com/de/book/9783531198521

 

Return to Meaning – A Social Science with Something to Say. New Book by Mats Alvesson, Yiannis Gabriel and Roland Paulsen

Sounds like an interesting and relevant piece of work …

„The  explosion  of  published  outputs,  at  least
in  social  science,  creates  a  noisy,  cluttered
environment which makes meaningful research
difficult, as different voices compete to capture
the limelight even briefly.  Publishing comes to
be seen as a game of hits and misses, devoid
of intrinsic meaning and value, and of no wider
social uses whatsoever. Academics do research
in order to get published, not to say something
socially  meaningful.  This  is  what  we  view  as
the  rise  of  nonsense  in  academic  research,
which  represents  a  serious  social  problem.  It
undermines the very point of social science.
This  book  argues  that  we  are  currently
witnessing not merely a decline in the quality
of social science research, but the proliferation
of meaningless research, of no value to society,
and  modest  value  to  its  authors  –  apart  from
securing employment and promotion“

More information at Oxford University Press: www.oup.com

Master-Studiengang „Diversitätsforschung“ an der Universität Göttingen

Zum Wintersemester 2016/17 ist in Göttingen der Master-Studiengang „Diversitätsforschung“ gestartet.

Bewerbungen für das Sommersemester 2017 sind bis 15. November 2016 möglich.

Wie können individuelle Teilhabechancen gesichert und gesellschaftliche Integrationsaufgaben gelöst werden? Die Diversitätsforschung sucht unter anderem darauf Antworten, indem sie die Konstruktion sozialer Gruppen, Mechanismen von Ex- und Inklusion sowie soziale Umgangsweisen mit Differenz untersucht. Im Zentrum des neuen forschungsorientierten Studiengangs steht die Entwicklung und Bearbeitung ungleichheitsrelevanter Fragestellungen. Weitere Informationen zum Studiengang findet man im Internet unter http://www.uni-goettingen.de/de/526346.html.

Wissenschaft – Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat

In den Blättern für deutsche und internationale Politik schreibt Britta Ohm über das neue akademische Prekariat, neoliberale Mantras und Entsolidarisierung im Wissenschaftsbetrieb. Lesenswert!

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/august/exzellente-entqualifizierung-das-neue-akademische-prekariat

Critical Performativity virtual special issue from Human Relations – freier Zugang bis 20. März 2016

Das Journal Human Relations hat ein virtuelles Special Issue zur Thematik Critical Performativity freigeschalten. Eine gute Gelegenheit, eine der aktuellen Debatten in den Critical Management Studies nachzuvollziehen. Das Special Issues enthält auch den inzwischen klassischen Beitrag von Fournier und Grey zur Programmatik der CMS:

http://hum.sagepub.com/site/misc/VSI/critical_performativity.xhtml

Derrida – Die ‚kommende Universität‘?

Gestern vor zehn Jahren verstarb Jaques Derrida. In der taz findet sich ein kleiner, aber instruktiver „Erinnerungsartikel“ (http://www.taz.de/!147236/). Dass es in ‚akademischen Gefilden … heute etwas still um ihn geworden‘ ist, lässt sich wohl auch für die Organisationsforschung konstatieren. Wer dennoch an möglichen Einsätzen des Derrida‘schen Denkens für die Organisationsforschung – nicht zuletzt in ihrer kritischen Gestalt – interessiert ist, der/die sei nach wie vor verwiesen auf Günther Ortmanns Buch „Dekonstruktion und Welterschließung“. Dort findet sich auch eine luzide Auseinandersetzung mit der Kritik an Derrida und Co.

Auf arte wurde zum Gedenken eine Dokumentation über Derrida ausgestrahlt. Hier der Verweis auf die Mediathek:

http://www.arte.tv/guide/de/052734-000/jacques-derrida-oder-der-mut-zum-denken

Abschließend ein Hinweis auf einen kleineren, m.E. einen für die Reflexion über die Situation der Universität erst noch zu entdeckenden Text, erschienen im Jahr 2001. Unter dem Titel „Die unbedingte Universität“ lässt sich lesen, dass die Universität eine „unbedingte Freiheit der Frage und Äußerung“ (S.10) genießen sollte, dass „[d]ie Universität also auch der Ort sein [müsste], an dem nichts außer Frage steht“ (14). In der Idee einer ‚kommenden Universität’ steckt zugleich mögliche Stärke, aber auch die Schutzlosigkeit gegenüber äußeren Mächten. Der mit dieser Idee verbundene „unbedingte Widerstand der Universität“ bringt diese in Opposition zu den ökonomischen, medialen, religiösen etc. Mächten und bleibt – bei allen (auch begrifflichen und ontologischen) Schwierigkeiten – dem verpflichtet, was man Aufklärung und Humanisierung nennen kann.

Studie zur Juniorprofessur

Jüngst wurden die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft Juniorprofessur zur aktuellen Situation der rund 1500 Juniorprofessor_innen in Deutschland veröffentlicht. Insbesondere für diejenigen Stelleninhaber_innen, deren Stellen in den nächsten 1-2 Jahren auslaufen, stellt sich die Situation als problematisch dar:

Rund die Hälfte aller Juniorprofessoren, deren Amt in diesem oder im nächsten Jahr auslaufen wird, ist mit ihrer persönlichen und beruflichen Situationunzufrieden. Zwei Drittel wissen noch nicht, ob sie im Anschluss an ihre endende Juniorprofessur eine Stelle finden werden.

Interessant – und womöglich wenig überraschend – ist dabei der Befund, dass die unsichere Beschäftigungslage zur Zurückhaltung hinsichtlich des Einnehmens kritischer Positionen und der Formulierung von Widerspruch ist -sowohl gegenüber Autoritäten als auch in inhaltlicher Hinsicht. Dazu passt die in der Zusammenfassung der Studie genannte Empfehlung des Wissenschaftsrates:

Immerhin beiläufig weist der Wissenschaftsrat in seinen „Empfehlungen zu Karrierezielen und -wegen an Universitäten“ vom 11. Juli 2014 darauf hin, dass nur eine unbefristete Beschäf-tigung oder ein verlässlicher Tenure Track „das selbstbewusste Vertreten eigener Meinungen, den öffentlichen Widerspruch zu Autoritäten und die Bearbeitung risikobehafteter Themen“ ermöglichen (S. 77 f.).

Not und Prekarität, so scheint es, lehrt also nicht unbedingt denken.

Zur Zusammenfassung der Studie:

https://www.academics.de/wissenschaft/juniorprofessur-unzufrieden-und-unsicher_57316.html