Call for Papers für die Tagung „Wissen in der Transnationalisierung. Zur Ubiquität und Krise der Übersetzung“

Hier der Hinweis auf den Call für die Internationale Tagung des DFG-Netzwerks „Trans|Wissen“ an der Universität Trier, 12.-14. Oktober 2017, welcher auch eine Reihe von (u.a. machtkritischen) Bezügen zur Organisationsforschung herstellt. Abstracts sollten nicht länger als 500 Wörter sein und können bis zum 31.3.2017 unter info@trans-wissen.de eingereicht werden:

Call for Paper – Wissen in der Transnationalisierung

Call for Paper – Transnationalisation and Knowledge

Vielen Dank an Dr. Nicolas Engel (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) für den Hinweis auf die Tagung!

 

„Organizational Behaviour – Verhalten in Organisationen“ – neu in der 2. Auflage erschienen | Employment Relations

Das von Albert Martin herausgebene Buch „Organizational Behaviour“ ist in der zweiten Auflage im Kohlhammer-Verlag erschienen. (Martin, A. (Hrsg.). (2017). Organizational Behaviour R…

Quelle: „Organizational Behaviour – Verhalten in Organisationen“ – neu in der 2. Auflage erschienen | Employment Relations

Call for Papers – 5. Workshop ‚Kritische Organisationsforschung‘: „Ästhetik und Organisation – Inszenierung und Ästhetisierung von Organisation, Arbeit und Management“

Ich freue mich, heute den fünften Workshop des Forums „Kritische Organisationsforschung“ ankündigen zu können, welcher am 5.-6. Oktober 2017 an der Universität Duisburg-Essen stattfinden wird. Unsere diesjährige Tagung widmet sich dem Thema „Ästhetik und Organisation“. Hier ein Auszug aus dem Call (CfP Ästhetik und Organisation_KOF_2017):

„Obwohl die Auseinandersetzung mit der Ästhetik und der Ästhetisierung, Inszenierung und auch Theatralisierung von Produktion, Konsum, Freizeit, Arbeit und Organisation kein neues Phänomen im sozialwissenschaftlichen Diskurs ist, hat die Diskussion in den letzten Jahrzehnten und Jahren an erheblicher Dynamik gewonnen. Dabei ist eine Ausweitung des Begriffs des Ästhetischen über die Sphäre der Kunst hinaus festzuhalten, welche ästhetische Praktiken im Sinne der Hervorbringung spezifischer sinnlicher Wahrnehmungen zum Gegenstand der Analyse macht (Reckwitz 2015: 21f.). In den Diagnosen einer Kulturalisierung der Ökonomie, des Aufstiegs kreativer, immaterieller und ästhetischer Arbeit, der ästhetischen Inszenierung von Personen, Ereignissen, Dingen und Organisationen wird der Stellenwert ästhetischer Praktiken und Prozesse für die Analyse der Gegenwartsgesellschaft und von Organisationen neu verhandelt (Reckwitz 2015).

[…]

Der fünfte Workshop des Forums „Kritische Organisationsforschung“ widmet sich der Ästhetisierung des Ökonomischen und der Ökonomisierung des Ästhetischen, möchte dabei jedoch einen besonderen Fokus auf die Ästhetisierung und Inszenierung von Organisation, Arbeit und Management legen. […] Die folgenden Felder lassen sich als erste Orientierung für mögliche Einreichungen von Beitragsvorschlägen verstehen, andere Perspektiven sind dabei selbstverständlich willkommen:

  • Ästhetischer Kapitalismus“? Denkbar sind Arbeiten, welche nach dem Stellenwert und der Reichweite der Diagnose eines „ästhetischen Kapitalismus“ fragen. Welche Phänomene geraten in den Blick, was wird, etwa bezogen auf organisationale Praktiken im globalen Maßstab, ausgeblendet? Wie ist das Verhältnis von Rationalisierung und Ästhetisierung in historischer Perspektive zu denken?
  • Ästhetisierung und Inszenierung von Organisation: Wie werden Organisationen im Sinne einer ‚ästhetischen Kohärenz‘ hervorgebracht? Welche Rolle spielen Artefakte, Achitektur, Raum, Sprache, Events etc. bei der Inszenierung von Organisationen? Wo zeigen sich Brüche oder auch das Scheitern von ‚Kohärenz‘? In welchem Verhältnis steht dabei die Inszenierung von Organisation zum Bereich des Nicht-Sichtbaren oder -Sagbaren, etwa im Sinne einer machtvollen ‚Aufteilung des Sinnlichen‘ (Rancière 2006)?
  • Ästhetische Arbeit und Ästhetisierung von Arbeit: Unter anderem im Anschluss an die Arbeiten zur ‚aesthetic labour‘ (Tyler und Taylor 1998, Hancock und Tyler 2000, Warhurst et al. 2000, Witz et al. 2003) rücken hierbei Phänomene wie äußeres Erscheinungsbild, körperliches Auftreten und Sprache bis hin zur Diskriminierung i.S. eines „lookism“ in den Fokus. Beschäftigte werden zu ästhetischen Stellvertretern des Unternehmens. Zugleich stellen sich Fragen nach dem Verhältnis von ‚Frontstage‘ und ‚Backstage‘, Gender und Organisation sowie der Kontrolle und Subsumtion von Arbeit.
  • Gibt es eine ‚ästhetische Theorie der Organisation‘ und was wären deren Implikationen? Anschlüsse sind hier sowohl in rein konzeptioneller Hinsicht (z.B. die Organisation als performativer Akt) als auch in (organisations)analytischer Perspektive (bspw. aus den Methoden der Theaterwissenschaft) denkbar. Als weitere Perspektive wären hier ebenso die phänomenologischen Folgen eines entsprechenden Zugriffs auf Organisationen, ihre Umwelt und die Individuen in ihnen von Interesse.
  • Ästhetik und Ästhetisierung von Kritik, Widerstand und Subversion: In historischer Perspektive erweist sich der Rekurs auf Ästhetik, etwa in Form der ‚Künstlerkritik‘ (Boltanski/Chiapello 2006) auch immer als eine Perspektive des Widerstands gegenüber den Anrufungen des Marktes und der Rationalisierung, etwa als Anspruch auf Kreativität und Authentizität und als Hinweisen auf gesellschaftliche Kontingenz. Insofern eine zunehmende „Verzahnung und strukturelle Stützung von Ästhetisierungs- und Rationalisierungsprozessen“ (Reckwitz 2015: 49) diagnostiziert wird, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert und den Möglichkeiten ästhetischer Kritik und der Ästhetisierung von Widerstand neu, so etwa auch in den Bereichen alternativer Ökonomien und sozialer Bewegungen.

Einreichungen

Die Einreichung von Short Papers im Umfang von 2000-3000 Wörtern ist bis zum 31. Mai 2017 möglich (per E-Mail an: ronaldhartz@gmx.de). Eine Rückmeldung zu den Einreichungen erfolgt bis Mitte Juni durch die Organisatoren des Workshops.

Organisationsteam

PD Dr. Ronald Hartz, E-Mail: ronaldhartz@gmx.de

Prof. Dr. Werner Nienhüser, Universität Duisburg-Essen, E-Mail: werner.nienhueser@uni-due.de

Jun.-Prof. Dr. Matthias Rätzer, Technische Universität Chemnitz, E-Mail: matthias.raetzer@wirtschaft.tu-chemnitz.de

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!

„Das ist unser Haus“ – Dokumentarfilm über das Mietshäuser Syndikat

Hier einige Informationen zum Film (Quelle: https://vimeo.com/193034732):

Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat.
Der Film „Das ist unser Haus!“ erläutert das solidarische Modell des Mietshäuser Syndikats (syndikat.org), mit dem sich auch finanzschwache Gruppen bezahlbare Räume in Gemeineigentum nachhaltig sichern können.
„Das ist unser Haus!“ ist ein Film der Autoren und Produzenten Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Die Produktion wurde mit Hilfe des SEELAND Medienkooperative e.V. realisiert.

Gemeineigentum – Selbstorganisation – Solidarität – Seit vielen Jahren gibt es eine Netzwerkstruktur von mehr als 100 Hausprojekten in Stadt und Land, um die Wohnungsfrage nach anderen Werten zu organisieren: das Mietshäuser Syndikat. Finanzschwache Gruppen können sich mit der Solidarität anderer ermächtigen und so bezahlbare Räume sichern. Deshalb wächst in immer mehr Köpfen das Interesse an dieser wichtigen Initiative aus der Zivilgesellschaft.

Im 65 minütigen Film „Das ist unser Haus!“ erläutern Akteure des Mietshäuser Syndikats das Modell der kollektiven Raumaneignung und präsentieren vielseitige Projekte in unterschiedlichen räumlichen Kontexten. Die Zuschauer werden motiviert, eigene Projekte im stabilen solidarischen Verbund des Mietshäuser Syndikats zu starten.

Mit Impressionen aus den Projekten: Freie Hütte (Lübeck), LÜDIA (Hadmersleben), Handwerkerhof Ottensen (Hamburg), Jugendwohnprojekt Mittendrin (Neuruppin), Grether Gelände (Freiburg), 4-Häuser-Projekt (Tübingen)

 

„Das ist unser Haus!“ from SEELAND Medienkooperative on Vimeo.

Gewerkschaftsgeschichte – neues Web-Portal | Employment Relations

Eine wahre Fundgrube – Reblogged from Employment Relations:

Neues, sehr schönes Web-Portal zur Gewerkschaftsgeschichte www.gewerkschaftsgeschichte.de: „Geschichte der Arbeit in Deutschland: Mehr Videos, Tonaufnahmen, Originaldokumente – kostenloses Po…

Quelle: Gewerkschaftsgeschichte – neues Web-Portal | Employment Relations

CfP: What turns the European labour market into a fortress? ESA 2017 conference

*Call for Papers for the Research Stream*: What turns the European labour market into a fortress?

The European Sociological Association’s 2017 conference „(Un)Making Europe: Capitalism, Solidarities, Subjectivities“ will take place from August 29-September 1 in Athens.

Conference website: http://esa13thconference.eu/

Abstracts: 250 words, to be submitted before February 1: https://www.conftool.pro/esa2017/

RS16 – What turns the European labour market into a fortress?

Coordinators: Hans Siebers, Tilburg University, Tilburg, The Netherlands H.G.Siebers@tilburguniversity.edu

Bridget Anderson, University of Oxford

Alice Bloch, University of Manchester

Patrizia Zanoni, Hasselt University

*Description of the Research Stream*

Ethno-migrant inequality remains a persistent trait of the labour market in Europe. Our knowledge about the mechanisms and factors that produce the obstacles and boundaries that migrants face when trying to equally participate in the labour market is incomplete. To advance our knowledge, we need to explore the impact of institutional and discursive factors that stem from the labour market itself, drawing on a combination of macro-quantitative and meso/micro-qualitative studies and highlighting the articulations of various factors and mechanisms.

*General call for papers*

Inequality between migrants (refugees, labour migrants, family reunification, etc.) and non-migrants remains a very serious problem in the capitalist labour markets of Europe. It challenges solidarities and may be decisive in the further making of Europe to become either an open society or a fortress against others. The main explanations of this ethnomigrant inequality point to differences in human capital and social capital, to the impact of government policies and legislation as well as to the consequences of discrimination and exclusion. However, our knowledge about the mechanisms and factors that produce this ethno-migrant inequality in access to jobs, pay, information, fair assessments, development opportunities, promotion chances and fair outflow procedures still remains limited and incomplete.

Possible session themes include but are not limited to:

– The institutional and discursive factors and mechanisms that are operational in the labour market and society itself in addition to focusing on the characteristics of groups of migrants. For example, societal discourses and policies on ethnicity and migrancy as well as specific management practices and forms of labour control may play a vital role either in opening up or in closing down space for migrants in the labour market. Here also the ethno-migrant consequences of the precarization of labour relations needs further exploration.

– More fruitful interactions between macro and micro/meso studies that so far tend to go separate ways. Micro/meso studies on subjectivity and interactions between migrants and non-migrants, for example in particular organisations, may benefit from a more macro context perspective, whereas macro studies could make more use of micro/meso studies to pose relevant questions and to interpret data. The interplay between empirical studies and drawing of various theoretical sources will enhance our understanding of the place of migrants at work.

– The interactions between the various factors and mechanisms that produce ethnomigrant inequality. For example, is migrants’ less disposal of human capital than nonmigrants due to them having acquired less specific capital in their countries of origin, or is their human capital appreciated and valorised less by employers due to discrimination or have they become the object of ethnicization processes in education in the country their currently live in? There is evidence for all these issues, but we know little about their relative weight and interactions.

– The various subjectivities and experiences of migrants themselves to resist, to cope with exclusion, to look for ways of empowerment and for spaces of upward mobility and the degrees of success resulting from these various efforts and approaches. This far from exclusive list calls for a comparative perspective in which studies in various parts of Europe and on various sectors and levels of the labour market can be compared. Papers are welcome on one of more of these topics, taking an empirical and/or theoretical perspective.

*Timeline *

1st February 2017 Abstract submission deadline

1st April Notification of acceptance (sent to abstract submitters via ConfTool in early April)

1st May Early-bird registration deadline

1st June Paper givers registration deadline

1st August Printing of the programme

29 Aug. to 1 Sep. 13th ESA conference in Athens

Call for papers: Diverse organizing/organizational diversity – Methodological questions and activist practices

Excerpt from the call:

In collaboration with Diversity in Teams and AlterEcos: Exploring Alternatives to Currently Dominant Forms of Economic Organizing, Diversity&Difference @CBS invites contributions to: Diverse organizing/organizational diversity – Methodological questions and activist practices.

In continuation of previous years’ successful workshops on leadership, diversity and inclusion, we now turn to the question of how to study organizational diversity. How do we study different organizations/organizational differences and why do we do it? This issue is both one of methodology and activism. In terms of methodology, the study of organizational diversity and diverse organizing challenges academic orthodoxies of specialization, standardization and incrementalism (Alvesson & Gabriel, 2013). The search for different organizations/difference in organizations demands that we unsettle our ways and reconsider the ins and outs of what we have been, are and will be doing. In terms of activism, a commitment to diversity and difference challenges social and organizational norms of meritocracy, inclusion, recognition, etc. (Fraser, 2000; Castilla & Benard, 2010; Zanoni et al., 2010). Encounters with difference require that we not only consider new sites of investigation, but also new means of intervention; above all, it implores reconsideration of the very purpose of inquiry: How may studies of diverse organizing and diversity in organizations move beyond either passive description or mere critique and, instead, provide practicable redefinitions of organizational realities?

Find the full call at the website.

Submission details 

·         Abstracts are invited to be submitted by 15th February 2017.

·         Abstracts of approximately 1500 words

·         The abstracts will be peer reviewed and decisions on acceptance will be made by the workshop organizers within a month from submission date.

·         Contributors may choose to draw on material from a wide range of empirical spheres, theoretical perspectives and methodological orientations.

·         Papers should include methodological considerations

·         Papers can be theoretically or empirically driven.

·         We welcome papers from all national and cross-national contexts.

·         New and young scholars with ‚work in progress‘ are particularly welcome.

·         In terms of co-authored papers, one person should be identified as the corresponding author.

Abstracts should be emailed to: Sine N. Just  and Lotte Holck.

The document must include contact information (author names, institutional affiliation and e-mail address).

This workshop is exploratory in nature, but we acknowledge the importance of publication. We, therefore, encourage authors to submit a full(er) version of their paper by 15th April 2017. This is, however, not a prerequisite for taking part in the workshop.

In line with the theme of the workshop, we welcome alternatives to power point presentations. You will be able to indicate your preferred form of presentation at the time of submitting your developed manuscript and are welcome to contact the workshop organizers for any questions.

Information  on programme, keynote speakers, and registration will follow.   

Dato 2nd – 3rd May, 2017
Location Copenhagen Business School  (room will follow)

Diskurs und Ökonomie #20: Baudrillard zu Dieselgate, oder: Skandale als Simulation ökonomischer Moral

Die Affäre um manipulierte Abgaswerte beschäftigt die Öffentlichkeit mit wechselnder Aufmerksamkeit schon recht lange. Berechtigterweise fordert man (zumindest gelegentlich) strengere Kontrollen, Tests unter ‚realistischen‘ Bedingungen, Entschädigungen etc.

Mit Baudrillard lässt sich nun dieser Skandal (und mithin weitere Skandale im ökonomischen und politischen Kontext) einmal hinsichtlich seiner grundsätzlichen Funktion für die Stabilisierung von Ökonomie (und Politik) befragen. Baudrillard nimmt in die ‚Agonie des Realen‘ konkret Bezug auf Watergate und wir können an dieser Stelle und versuchsweise einfach einmal ein anderes Gate setzen:

„Die öffentliche Anprangerung des Skandals ist stets eine Huldigung an das Gesetz. Und mit Watergate [Dieselgate, R.H.] ist es vor allem gelungen, den Eindruck zu erwecken, daß es tatsächlich einen Skandal gegeben hat – in diesem Sinne war die Affäre eine ungeheure Vergiftungsoperation. Man hat der Gesellschaft wieder eine ordentliche Dosis politischer [ökonomischer, R.H.] Moral injiziert.“ (Die Präzession der Simulakra. In: Agonie des Realen, Merve 1978, S. 26f.)

Und weiter:

„Alles, was das Kapital von uns verlangt, ist, daß wir es für rational halten oder es im Namen der Rationalität bekämpfen, daß wir es für moralisch halten oder im Namen einer Moral bekämpfen. Denn im Grunde gibt es zwei Lesarten für ein und dieselbe Sache: früher bemühte man sich einen Skandal zu dissimulieren [zu verheimlichen, R.H.] – heute bemüht man sich zu verbergen, daß es keiner ist.“ (Die Präzession der Simulakra. In: Agonie des Realen, Merve 1978, S. 27f.)

In der Perspektive Baudrillards erscheint Dieselgate dann als ‚Falle‘, als ‚Ablenkungsmanöver‘, welche eine wirkliche / reale Moralität des Ökonomischen behauptet (oder einfordert), welche de facto sowieso nicht vorhanden ist. Skandale als Simulation ökonomischer Moral oder ökonomischer Rationalität.

Das Baudrillards These – vorsichtig formuliert – wenig optimistisch hinsichtlich der Möglichkeit der Veränderung ökonomischer Praktiken stimmt, sollte nicht dazu verleiten, diese vorschnell als überspitzt zu bezeichnen. Ist in Krisen- und Skandaldiskursen doch auch immer wieder die Rede von den Selbstheilungs- und Selbstreinigungskräften des Marktes, welche möglicherweise nichts weiter als die (im Sinne Baudrillards) Simulation und Unterstellung von Rationalität oder Moral anzeigen, welche nun bedauerlicherweise und gerade in dieser Krise suspendiert waren. In der düsteren (?) Lesart Baudrillards gibt es einfach nichts, was hätte suspendiert werden können.

Aber: Lässt sich Baudrillards These aus den 1970er Jahren im Hinblick auf die Phänomene des Whistleblowing der letzten Jahre so einfach übertragen? Woher kommt dann all die Energie, Whistbleblowing so energisch zu bekämpfen und deren Protagonist_innen ruhigzustellen? Und schließlich (und hierzu konträr): Bedarf es überhaupt noch dieser Logik und Funktion des Skandals? Zeigen nicht die Absatzzahlen von VW, dass ‚man‘ ‚augenzwinkernd‘ doch ‚eigentlich‘ sowieso Bescheid weiß?

 

Diskurs und Ökonomie – Ältere Beiträge:

Zombiebanken

Virus

Kernschmelze

Gaspedal und Handbremse

„Bei aller Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit“, oder: Arbeitskämpfe als ‚diskursive Kämpfe‘

Klettertour und Basislager

Anlegerstreik

Schwan vs. Sinn, oder: in Verteidigung der Reinheit der Ökonomie

„Die Athener Rasselbande“

Talfahrt

Blase(n)

Industrie 4.0

Im TTIP-Leseraum

Selber Schuld! Das IW erklärt den Gender Pay Gap

‚Totholz‘ und ‚Zitronen‘ – Zur Klassifikation von Beschäftigten

Bourdieu zur ökonomischen Orthodoxie

Geldschleusen und zu flutende Märkte

“Seeking a More Just and Egalitarian Economy: Realizing the Future via Co-operatives, Communes, and Other Collectives” at SASE in Lyon, France – abstracts due Feb. 3, 2017 | socializing finance

By Katherine Chen

Forty years ago, as the most recent wave of economic collectives and cooperatives emerged, they advocated a model of egalitarian organization so contrary to bureaucracy that they …

Quelle: “Seeking a More Just and Egalitarian Economy: Realizing the Future via Co-operatives, Communes, and Other Collectives” at SASE in Lyon, France – abstracts due Feb. 3, 2017 | socializing finance

„Das Kapital“ – Politische Ökonomie im 21. Jahrhundert – Feature im Deutschlandfunk zum Nachhören

Bereits im November und Dezember 2016 lief im Deutschlandfunk ein sechsteiliges, prominent besetztes Feature über „Das Kapital“ von Marx, welche der Frage nach der Aktualität und den Grenzen des Werkes nachgeht. Alle Features lassen sich nachhören und sind auch in Manuskriptform nachlesbar:

http://www.deutschlandradio.de/das-kapital-politische-oekonomie-im-21-jahrhundert-im.2174.de.html?dram:article_id=370974