CfP Tagung „Von der Künstlerkritik zur Kritik an der Kreativität“

Im Rahmen des Promotionskollegs „Die Arbeit und ihre Subjekte. Mediale Diskursivierungen seit 1960“ an der Universität Duisburg-Essen findet vom 12.-14.10 die Tagung „Von der Künstlerkritik zur Kritik an der Kreativität“ statt. Aus der Ankündigung:

„Die interdisziplinäre Konferenz möchte Subjektivierungsprozesse im Bereich kreativer Arbeit als einen Ausgangspunkt nehmen, um aktuelle Forschungsfragen und Positionen zur Debatte um Projekthaftigkeit und Kreativität als scheinbare Paradigmen aller Arbeits- und Lebensformen im ‚neuen Kapitalismus‘ zu diskutieren. Dabei sollen neben kritischen wissenschaftlichen Positionen verschiedener Disziplinen (von Literatur- und Medienwissenschaften bis zu empirischer Sozialforschung) auch Ansätze praxisorientierter Kritik an Subjektivierungweisen und dem Kreativitätsdispositiv in den Blick genommen werden.“

Weitere Informationen und der vollständige Call finden sich hier:

https://www.uni-due.de/promotionskolleg_arbeit/konferenz_kreativitaet

 

New Publication: Diaz-Bone, Rainer/Hartz, Ronald (eds.) (2017): Dispositiv und Ökonomie. Diskurs- und dispositivanalytische Perspektiven auf Märkte und Organisationen. Wiesbaden: Springer VS.

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Der vorliegende Band bietet einen aktuellen Überblick über die Vielzahl neuerer sozialwissenschaftlicher Forschungen zur Bedeutung, Funktion und Theorie von Dispositiven in und für die Ökonomie. Denn die Ökonomie ist „instrumentiert“ – Organisationen und Märkte sind durchzogen und ausgestattet mit Objekten, Materialitäten, Technologien, Diskursen und Subjektivierungsweisen, deren spezifische Verknüpfungen die Ökonomie hervorbringen. Für die Analyse der Dispositive muss „Ökonomie“ daher notwendig transdisziplinär gefasst werden, gerade um die bisher weitgehende Ausblendung von Dispositiven in der Analyse von Märkten und Organisationen zu überwinden und diese durch neuartige theoretische aber auch vielfältige methodologische Zugänge zu erschließen. Diese Erschließung der materiellen und immateriellen Ausstattung der Ökonomie erfolgt nun nicht nur transdisziplinär, sondern auch international. Der Band präsentiert Beiträge von Forschenden aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz.

Link: http://www.springer.com/de/book/9783658158415

Table of Content: Diaz-Bone_Hartz_2017_Cover+Content-1

Flyer: Flyer Diaz-Bone_Hartz Dispositiv und Oekonomie 2017

 

 

Erinnerung: CfP für den 5. Workshop „Kritische Organisationsforschung“ zum Thema „Ästhetik und Organisation“ – Einreichungen noch bis zum 31.5. möglich

Für den 5. Workshop „Kritische Organisationsforschung“ zum Thema „Ästhetik und Organisation – Inszenierung und Ästhetisierung von Organisation, Arbeit und Management“ (5.-6. Oktober 2017 an der Universität Duisburg-Essen) können noch bis Ende Mai Beiträge in Form von Short Papers eingereicht werden. Eine Publikation der Beiträge ist für 2018 geplant:

NEU – CfP Workshop „Ästhetik und Organisation“

Seminar – Diverse organizing/organizational diversity – Methodological questions and activist practices, CBS Copenhagen

In collaboration with Diversity in Teams and AlterEcos: Exploring Alternatives to Currently Dominant Forms of Economic Organizing, the Diversity&Difference cluster at CBS invites everyone interested to participate in a two-day international seminar on: Diverse organizing/organizational diversity – Methodological questions and activist practices taking place at CBS Råvarebygning May 2-3, 2017.

Event Abstract

In continuation of previous years’ successful workshops on leadership, diversity and inclusion, we now turn to the question of how to study organizational diversity. How do we study different organizations/organizational differences and why do we do it? This issue is both one of methodology and activism. In terms of methodology, the study of organizational diversity and diverse organizing challenges academic orthodoxies of specialization, standardization and incrementalism (Alvesson & Gabriel, 2013). The search for different organizations/difference in organizations demands that we unsettle our ways and reconsider the ins and outs of what we have been, are and will be doing. In terms of activism, a commitment to diversity and difference challenges social and organizational norms of meritocracy, inclusion, recognition, etc. (Fraser, 2000; Castilla & Benard, 2010; Zanoni et al., 2010). Encounters with difference require that we not only consider new sites of investigation, but also new means of intervention; above all, it implores reconsideration of the very purpose of inquiry: How may studies of diverse organizing and diversity in organizations move beyond either passive description or mere critique and, instead, provide practicable redefinitions of organizational realities?

Keynote: Karen Ashcraft

Panelists: Alison Pullen, Christian de Cock, Damian O’Doherty, Patricia Zanoni.

Find more information at the workshop’s website.

The workshop is exploratory in nature, but we acknowledge the importance of publication. Some participants have submitted abstracts and/or full papers and their presentations will, along with a keynote talk and a panel debate, be the main component of the seminar. However, presenting a paper is not a prerequisite for taking part in the workshop. In line with the theme of the workshop, we welcome alternative forms of participation. This could be contributions to the discussions – or taking on the important role as a curious listener.

Sign up to the workshop here.

Community Economies – Webseite zu alternativen Formen des Wirtschaftens

Die Seite „Community Economies“ bietet zahlreiche Informationen und Ressourcen (Artikel, Videos, Unterrichtsmaterialien, praktische Handreichungen, weitere Links) zu alternativen Formen des Wirtschaftens. Entstanden ist die Seite vor dem Hintergrund der Arbeiten von Gibson-Graham (vgl. Gibson-Graham 2006a, 2006b, 2008) und der Perspektive der ‚diverse economies‘:

http://www.communityeconomies.org/Home

 

Quellen:

Gibson-Graham, J. K. (2006a): The end of capitalism (as we knew it). A feminist critique of political economy. Minneapolis: University of Minnesota Press.

Gibson-Graham, J. K. (2006b): A postcapitalist politics. Minneapolis, London: University of Minnesota Press.

Gibson-Graham, J. K. (2008): Diverse economies: performative practices for `other worlds‘. In: Progress in Human Geography 32 (5), S. 613–632.

 

 

Selbstverwaltende Betriebe: die Glashütte Süßmuth – ein Essay von Christiane Mende

„Im März 1970 übernahm zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine Belegschaft ihren Betrieb in eigene Verantwortung. Angesichts des drohenden Verlusts ihrer Arbeitsplätze fanden die Beschäftigten damit eine kollektive Antwort, wie sie im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts auch in anderen Industriegesellschaften Westeuropas, allen voran in Italien, Spanien und Frankreich, zu beobachten war. Die nun beginnende Selbstverwaltung der Glashütte Süßmuth in der nordhessischen Kleinstadt Immenhausen wurde zum Politikum.“

Quelle: Christiane Mende: Arbeiterinnenselbstverwaltung? Normalität und Aufbruch im Arbeitsalltag der Belegschaftseigenen Glashütte Süßmuth, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2017, <www.europa.clio-online.de/essay/id/artikel-4127>.)

Christiane Mendes Essay beleuchtet den Fall dieser Betriebsübernahme insbesondere aus der Perspektive der weiblichen Beschäftigten, deren Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung während der Zeit der Betriebsübernahme.

Die Selbstverwaltung bestand bis Ende der 1989, dann erfolgte eine Reprivatisierung. 1996 wurde die Hütte geschlossen. Weitere Informationen zur Glashütte findet sich in einem Artikel aus der ZEIT von 1973 sowie in einem Text von Gisela Notz:

http://www.zeit.de/1973/01/die-huette-der-arbeiter/komplettansicht

https://www.linksnet.de/artikel/27841

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) – Beitrag auf Zeit-Online

Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) hat es nun auch in den Karriereteil von Zeit-Online geschafft. Argumentiert wird u.a., dass vor dem Hintergrund niedriger Milch- und Getreidepreise und mithin ökonomischer Unsicherheit das Mitgliedermodell der SoLaWis ein gesichertes Einkommen für die Höfe ermögliche. Gleichwohl verbleiben die erzielten Einkünfte unter dem gesetzlichen Mindestlohn.

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2017-04/solidarische-landwirtschaft-bauern-nachwuchs-jobalternativen

„Kein Gott, kein Herr! – Eine kleine Geschichte der Anarchie“ – Dokumentarfilm Arte

Bereits gestern lief der zweiteilige Dokumentarfilm zur Geschichte der anarchistischen Bewegung auf Arte. Über Proudhon und Kropotkin entfaltet sich diese instruktive Geschichte der Anarchie in ihrer Beziehung zur Arbeiterschaft, zur Entwicklung der Gewerkschaften und Kooperativen, zur Idee des Streiks, zu den aufkommenden Massenmedien bis hin zum Kampf im spanischen Bürgerkrieg und den vielfältigen und brutalen Repressionen, welchen der Anarchismus aber auch die Arbeiterschaft über die geschilderten Jahrzehnte ausgesetzt waren. Beide Teile sind noch für wenige Tage in der Mediathek nachzusehen:

http://www.arte.tv/guide/de/047435-001-A/kein-gott-kein-herr-eine-kleine-geschichte-der-anarchie-1-2

 

 

Diskurs und Ökonomie #21: Euphemismen (nicht nur der Ökonomie) von Ingo Arzt (taz)

Eine kleine und anregende Sammlung aktueller Euphemismen hat Ingo Arzt in der taz zusammengetragen und kreiert (https://www.taz.de/!5392537/). Darunter auch einige mit ökonomischen Bezug. Ob ’neu streichen‘ nun Upcycling ist oder Gemütlichkeit heute De-Growth, darüber lässt sich prima diskutieren … Massenentlassung heißt für Ingo Arzt jetzt Industrie 4.0. Vielleicht reichen hier aber auch ein paar ältere Euphemismen: Verschlankung und Freisetzung.

Reminder: Symposium „Partizipation in Genossenschaften“, 28.04.2017, TU Chemnitz

Was bedeuten Demokratie, Partizipation und Mitbestimmung in Genossenschaften heute? Wie wird Partizipation von Mitgliedern und Mitarbeitern gelebt und gestaltet?

Am 28.04.2017 findet anlässlich unseres von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Forschungsprojektes „Partizipationspraktiken in Genossenschaften“ (https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/ppig/index.php) ein Symposium zum Thema „Partizipation in Genossenschaften“ mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion statt.

Themen und Vortragende:

  • Genossenschaften zwischen unternehmerischer Effizienz und Teilhabe – eine ökonomische und rechtliche Analyse (Jürgen Keßler, HTW Berlin)
  • (Post)Demokratie und Unternehmensmitbestimmung in Genossenschaften (Herbert Klemisch, Wissenschaftsladen Bonn)
  • ‚Mehr Teilhabe wagen‘: Belegschaftsgenossenschaften als Möglichkeit für die Förderung betrieblicher Partizipation im Kontext von Standort- und Beschäftigungssicherung (Walter Vogt, IG Metall)
  • Partizipationspraktiken in Genossenschaften – Ergebnisse und Diskussion der Fallstudien
    (Ronald Hartz, Melanie Hühn, Irma Rybnikova, Markus Tümpel, TU Chemnitz)
  • Podiumsdiskussion: „Partizipation in Genossenschaften“, Moderation: Rainhart Lang
    Gäste: Walter Vogt (IG Metall), Jürgen Keßler (HTW Berlin), Barbara Rische (VG eG), Dietmar Berger (Verbandspräsident i.R.)