Promotionskolleg – Die Arbeit und ihre Subjekte. Mediale Diskursivierungen von Arbeit seit 1960

Auch wenn die Bewerbungsfrist schon nahe rückt (1. Juli 2015), hier der Verweis auf ein hochinteressantes Promotionskolleg. Aus der Ausschreibung:

Im Rahmen des von der Hans-Böckler-Stiftung und der Universität Duisburg- Essen eingerichteten Promotionskollegs sind ab dem 1. Januar 2016 acht Promotionsstipendien für eine Laufzeit von maximal drei Jahren zu folgenden Forschungsschwerpunkten zu vergeben:

a) Mediale Diskursivierungen von Arbeit (1960 bis heute)
b) Mediale Diskursivierungen von Subjekten der Arbeit im Wandel (1960 bis heute)

Beispielhaft seien folgende mögliche Themen genannt (Bewerberinnen und Bewerber sind jedoch aufgefordert, in diesem thematischen Umfeld eigene Themenvorschläge und Akzentuierungen zu entwickeln):

  • zu a) >Arbeit< in der Rhetorik und Symbolik von Tarifverhandlungen in Presse und Rundfunk. – Lob der Nicht-Arbeit. Repräsentationen von Nicht-Arbeit, Feierabend und Rente in populär-kulturellen Genres (Rockmusik, Schlager, Punk und Rap). – Der Wandel von Arbeitsformen und seine Reflexion in europäischen Spielfilmen von 1980 bis heute. – Wie hört sich Arbeit an? Die Inszenierung von Arbeit in Radio-Reportagen und Hörspielen.–Was ist ein >Arbeiterviertel<? Zur Konstruktion einer kollektiven Vorstellung urbaner sozialer Gliederung in Pressetexten und TV-Dokumentationen. – Von der Arbeit >unter Tage< zur Arbeit im >virtuellen Raum<. Die Entstehung und Verfestigung der Dichotomie von >materieller< und >immaterieller Arbeit< im Kontext der medialen Entwicklungen seit den späten 1980er Jahren.
  • zu b) Arbeits- und Produktionsprozesse als Psychopolitik. Die Reflexion >innerer< und >äußerer< Formen der Motivation zur Arbeit in Interviews. – Gesunde Arbeit/ungesunde Arbeit. Körper und Psyche unter den Bedingungen von Arbeitsprozessen in TV-Dokumentationen. – Das Geschlecht der Arbeit. Zur Genderung von Arbeitssubjekten und Arbeitsprozessen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. – >Deutsche Arbeit</>Migrantenarbeit<? Die Ethnisierung von Arbeitssubjekten und Arbeitsprozessen in medialen Diskursen seit den 1960er Jahren.

Hier geht es zur Seite des Kolleg: https://www.uni-due.de/germanistik/parr/

Kommentar verfassen