Lidl, KiK & Aldi und die Arbeitsverhältnisse in Bangladesh

Eine Untersuchung der Clean Clothes Campaign (CCC) konstatiert eklatante Arbeitsrechtsverletzungen und unwürdige Arbeitsverhältnisse bei den Zulieferern von Textilien für KiK, Aldi & Lidl. Befragt wurden 162 Arbeiterinnen aus unterschiedlichen Betrieben. In der Pressemitteilung heißt es:

„Die Recherche kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Menschenunwürdige Arbeitsrechtsverletzungen gehören auch weiterhin zum Arbeitsalltag der NäherInnen. Die Mehrheit der ArbeiterInnen besitzt keinen Arbeitsvertrag, Überstunden sind aufgrund der hohen Produktions-Solls obligatorisch und werden nicht korekt bezahlt. Gewerkschaftliche Organisierung wird nach wie vor unterbunden und geschlechtsbedingte Diskriminierung von Frauen, von verbalen Drohungen bis hin zur sexuellen Misshandlung, gehört auch weiterhin zum Alltag in den Fabriken.“

Die Befragung selbst gestaltete sich entsprechend schwierig:

„Die Untersuchung der CCC fand unter schwierigen Bedingungen statt: Häufig wurde den ArbeiterInnen mit Arbeitsplatzverlust und Misshandlung gedroht, sollten sie Informationen über die Arbeitsbedingungen in den Fabriken preisgeben. In einer bangladesischen Zuliefererfabrik von Aldi musste die Untersuchung daher zum Schutz der ArbeiterInnen sogar abgebrochen werden.“

Hier geht es zur Webseite der CCC und zur vollständigen Pressemitteilung:

http://www.sauberekleidung.de/

Ein Gedanke zu „Lidl, KiK & Aldi und die Arbeitsverhältnisse in Bangladesh

  1. Henri Winter

    Auch die Mitarbeiter in Deutschland werden schlecht behandelt. Mir persönlich sind Beispiele von KIK bekannt. Man sollte mal den steigenden Krankenstand unter die Lupe nehmen. Beim „Chancengeber KIK“ ist die Chance an psychischen Problemen zu leiden besonders hoch. Solche Mitarbeiter werden nicht selten aus dem Unternehmen entfernt, indem man den Druck erhöht. Danach sind die Mitarbeiter bereit einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Und diese Vorgehensweise ist heute noch üblich. Wo hingegen die finanzielle Situation zur Zeit nicht mehr ausgespäht wird.

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